Im Jahr 1569 erwarb der Bildhauer Alessandro Vittoria, Schüler des großen Jacopo Sansovino, in Venedig einige Räumlichkeiten in der Calle della Pietà, um dort sein eigenes Atelier, die "Werkstätte" einzurichten. Genau vierhundert Jahre später, im Jahr 1969, gründete die Familie Busetti mit der Eröffnung des Best Western Hotel Bisanzio, ein kleines, seit jeher von ihr geführtes Hotel (bestehend aus 43 Zimmern) an demselben Ort ihren Betrieb. Alessandro Vittoria wählte diese Räumlichkeiten mithilfe seines künstlerischen Blicks, der sich immer auf der Suche nach dem geeignetsten Ort befindet, an dem der Künstler seine Eingebungen verwirklichen kann. Die Wahl wurde aufgrund der einzigartigen Eigenschaften und Charakteristiken dieser Räume getroffen, die noch heute von den Besuchern der Stadt bewundert werden können: das Best Western Hotel Bisanzio befindet sich in der Riva degli Schiavoni, die auf das Becken von San Marco zeigt und nur wenige Meter vom kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum liegt.
Dank der wertvollen Geschichtsforschung von Dr. Victoria Avery der Universität von Warwick, kann man noch heute in den Räumlichkeiten des Hotels die einzelnen Zimmer des Bildhauers ausmachen, in denen er seine Meisterwerke entwarf und realisierte. Alessandro Vittoria ist unter anderem der Schöpfer der eindrucksvollen Dekorationen in der Nationalbibliothek Marciana, der Goldenen Treppe im Dogenpalast und der Grimani-Kapelle in San Sebastiano.
Das Andenken an Alessandro Vittoria wurde im Jahr 1952 vom Gemeinderat von Venedig auf der Fassade seiner Werkstätte realisiert, die heute das Best Western Hotel Bisanzio, Venedig, beherbergt.
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Auszug aus: Sculpture Journal, Band V, 2001, Seiten 7-32.
Copyright Victoria Avery and the Public Monuments and Sculpture Association.